Webinar-Setup beim MICMUC

Meine Frau hat heute vormittag eine Session beim MICMUC-Barcamp vom Media Lab Bayern veranstaltet – hier einmal das Setup dokumentiert und erläutert:

Das Raumschiff-Cockpit in Aktion

Die Veranstaltung fand in Zoom statt, es waren rund 30 Teilnehmer dabei, Inga hatte sowohl interaktive Elemente als auch eine klassische Präsentation und wollte Musik-Einspielungen machen können. Einige der Gerätschaften hätten wir noch zusammen in einem Gerät abbilden können, aber so hat jeder Screen und jedes Gerät im Grunde genommen nur eine Aufgabe.

Gegenschuss: Damit der Hintergrund (s. u.) mit den dunklen Tapeten nicht absumpft, habe ich ein kleines LED-Licht zum Aufhellen von Deckenlampe und Wand hinter Inga aufgestellt.
So sieht es dann im Video aus – das LED-Licht hinter Inga is where the magic happens.

Die Bausteine:

Beleuchtung: Frisch im Setup sind die smarten Verdunkelungs-Rollos, die hier zumindest bis 16 Uhr für eine recht einheitliche Helligkeit sorgen, Hauptlichtquellen sind zwei LED-Panels von Elgato (einzeln bei Amazon gerade nicht lieferbar, aber hier z. B. mit dem Steuer-Panel Stream Deck). Hinter Inga steht auf einem kleinen Stativ noch ein kleines LED-Panel, das im Grunde genommen nur Wand und Decke beleuchtet. Drumherum sind noch ein paar Lichter für kleinere Spots, damit das Bild wohnlicher wirkt.

Rechner: Auch, wenn es prinzipiell mit einem Rechner ginge: Wir haben uns für ein Setup mit mehreren Rechnern entschieden, damit die Bedienung weniger fehleranfällig wird. Vom Rechner links im Bild kommt die Präsentation (mit eigenem Zoom-Account), der rechte Rechner ist am großen Bildschirm angeschlossen. Hier verfolgt Inga den Video-Chat, auf dem Laptop-Display rechts daneben laufen diverse Chats, Kamera-Steuerung usw. in kleinen Fenstern, oben drauf die 4k-Webcam (aktuell scheint sie gerade wieder lieferbar zu sein). Das iPad rechts im Bild spielt über Spotify Pausen- und Arbeitsmusik zu.

Audio: Für dieses Setup haben wir die Hörsprech-Kombi Beyerdynamic 297 (das Podcaster-Goldstandard-Gerät) entschieden, um eine Radio-Sound-Qualität zu erreichen. Das Mikro/der Kopfhörer sind über den Rodecaster Pro als Soundkarte am Macbook Air angeschlossen, über den USB-C-Anschluss ist auch der Rückkanal seitens der anderen Zoom-Nutzer gewährleistet. Über den Line-In-Eingang erfolgt die Einspielung der Spotify-Playlist. Die haptischen Schieberregler ermöglichen ein flexibles Hoch- und Runterpegeln der diversen Eingangssignale.

Timing: Vorne links am Monitor: Ein Smartphone mit einem Timer, damit Inga immer im Blick hat, wie schnell sie mit welchem Teil der Übung/des Vortrags sein muss.

Für Inhaltsplanung und Workshop-Design verweise ich hier in Form von semi-schamloser Eigenwerbung auf new-learning.org – noch gibt es da nichts, aber die Seite wird sich mit Leben füllen.

(Die Links sind Affiliate-Links zu Amazon, falls ihr darüber bestellt, bekomme ich etwas ab, für euch ändert sich der Preis nicht.)

3 Antworten auf „Webinar-Setup beim MICMUC“

  1. Hallo, beeindruckendes Setting! Ich interessiere mich für die Idee, die Präsentation im Extra-Zoom Account laufen zu lassen. Wie sah das in der Anwendung aus? Wurde die Präsentation dann
    über den geteilten Bildschirm von diesem Gerät aus gestartet? Und was war in dem Zoom- Fenster zu sehen, solange der Bildschirm nicht geteilt war? Danke.

  2. Schick! Dein “Raumschiff” erinnert mich an diese magische Szene aus “Blade Runner”, wo Rick Deckard in seiner unterschwellig mit HiTech vollgestopften Wohnung ein Foto in ein Gerät legt, und darauf Dinge entdeckt, die auf der zweidimensionalen Foto-Oberfläche nicht sichtbar sind. Das Gerät kann dreidimensional auflösen und den Betrachter damit durch den abgebildeten Raum gehen, ihn quasi um die Ecke gucken lassen. – Viel Spaß dir beim Erschließen neuer Räume und Möglichkeiten!

  3. Moin Jutte, danke! Zum Bildschirm-Teilen: Genau, so haben wir es umgesetzt, Ton und Video beim zweiten Rechner deaktiviert und dem Account einen passenden Namen (“Ingas Präse”) gegeben. Wenn nicht präsentiert wird, steht dort einfach nur der Name.

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