Musik in Zoom-Meetings (1x teuer, 1x mittel, 1x günstig)

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Bild von Jörg Felix auf Pixabay

Das Einspielen von Musik in Video-Meetings (zum Ankommen, Soundcheck oder einfach nur zum Auflockern) war in den vergangenen Monaten bei unseren Workshops, Vorträgen und Webinaren immer wieder ein Überraschungs-Erfolg. Nach jedem Seminar fragt eigentlich immer jemand nach dem notwendigen Equipment für so etwas – deswegen hier mal ein entsprechender Artikel dazu.

“Wunschlos glücklich”-Setup: Rodecaster Pro

Rodecaster Pro

Ich persönlich nutze als externe Soundkarte, Mischpult, Einspieler und Podcast-Studio einen Rodecaster Pro, bei dem ich 4 Mikrofon-Eingänge, Line-In, Bluetooth, Klangeffekte und vieles andere realisieren kann – das Pult schließe ich einfach über ein USB-C-Kabel an mein Macbook und kann es so als externe Soundkarte nutzen. Hier ist dann der Line-In-Anschluss mein präferierter Weg, über ein iPad oder das Telefon mit Klinkenkabel flexibel Töne in mein Audiosignal zu mixen. Die Regler für die einzelnen Kanäle lassen sich über ausreichend lange Regelwege nach unten und oben pegeln, sodass man nicht die Übersicht verliert. Allerdings kostet das Gerät zwischen 500 und 600 Euro – und das will nicht jede/r für Hardware ausgeben.

Gute Mitte: Steinberg UR12

Steinberg UR12

Das ist mein Zweit-Setup für zu Haus – und den Einsatz habe ich in diesem Artikel schon mal detailliert beschrieben – bei diesem Setup kommt das Audiosignal über den Instrumenten-Eingang, sodass hier zum Einspielen per iPad oder Rechner noch ein kleine-Klinke-auf-große-Klinke-Adapter notwendig ist.

Deutlich günstiger: ein Behringer USB-Preamp.

Behringer Xenyx USB-Preamp

Runtergedampft ist die günstigste Variante – eine externe Soundkarte mit Mixer-Funktion und Line-In – die mit rund 50 Euro günstigste Lösung, die ich dafür gefunden habe, ist ein kleiner Behringer Mixer (Xenyx 302USB Mic Preamp). Für den Betrieb braucht es eigentlich nur noch ein paar Chinc-auf-kleine-Klinke-Adapter – und schon kann man ein Telefon, iPad oder einen weiteren Rechner anschließen und kann zusätzlich mit einem Mikrofon Dinge einsprechen. Im Rechner verhält sich das Gerät (wie die übrigen hier im Artikel erwähnten auch) wie ein USB-Audio-Gerät, d. h., der Nutzer/die Nutzerin kann einfach das Gerät als Ton- Ein und Ausgabegerät auswählen und dann direkt nach Belieben verschiedene externe Töne zum eigenen Signal zumischen.

Mischpult ohne USB am Rechner betreiben

Falls jemand noch ein altes Mischpult ohne USB-Anschluss hat, dass er mit dem Rechner verbinden will, geht das ebenfalls über USB-Soundkarten (vom Line-In-Eingang rate ich ab) – die gibt es bereits ab 10 Euro – allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Lösungen viel häufiger Brummen oder Kabelstörungen passieren – für meine Anwendungszwecke ist das zu wackelig, aber gerade bei stationären Setups könnte so ein Weg einen günstigen Einstieg ermöglichen. In diesem Fall würde man die Einspielgeräte dann entsprechend am Mischpult anschließen.

Geht bestimmt auch mit Software, aber…

Vermutlich gibt es für die Fragestellung “Musik in Online-Meetings” auch eine software-basierte Lösung (für Zoom habe ich das hier gefunden), aber ich bevorzuge bei “kritischer” Infrastruktur dedizierte Hardware – die ist im Trainingsbetrieb zumindest bei mir deutlich fehlerresistenter – und falls was schief geht, schnell getauscht. Und: Speziallösungen für jede einzelne Video-Konferenz-Software, die sich immer unterschiedlich bedienen, scheiden für mich auch aus. Aber: Wer hier noch einen Weg kennt: Ich bin für Hinweise dankbar, auch für andere preisgünstige Mixer-Alternativen.

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