Mein Hard- & Software-Setup

Mein aktueller Remote-Desk

Ich werde immer mal wieder nach meinem Technik-Setup gefragt, und jetzt habe ich die Corona-Virus-Entschleunigung mal zum Anlass genommen, einmal zu sammeln und alles mit kurzen Erläuterungen aufzulisten. Die Amazon-Links sind Affiliate-Links, bei denen ich ein wenig verdiene, wenn ihr es dann direkt kauft, am Preis ändert sich nichts für euch. In diesem Artikel liste ich einmal auf, welche Hardware ich beim mir aktuell nutze.

Dieser Artikel ist ziemlich lang und ohne längere Erläuterungen – aber: Hinter jedem Gerät steckt ne lange Recherche – möglicherweise gibt es an einigen Stellen inzwischen etwas noch Besseres, aber: Die Geräte sind alle grundsolide und ein wenig abgehangen. Wenn jemand gerade für günstige oder teurere Preisniveaus Empfehlungen hat: Ich ergänze gern.

Peripherie

Monitor: LG 27 UD 88 w (derzeit nicht lieferbar, Stand 04/2020): 27 Zoll, 4k-Auflösung, groß genug, um als einziger Monitor zu funktionieren, hat USB-C und ist dann mit nur einem Kabel mit dem Notebook zu verbinden. Vermutlich gibt es inzwischen schon Nachfolger, die etwas besser sind. Ich bin im Laufe der letzten zwei Jahre ein absoluter Fan von OLED-Panels gegenüber den QLED-Panels geworden, weil die Schwarzwerte überzeugender in der Darstellung sind und auf mich brillianter wirken.

Tastatur & Maus: Beides die schwarze Variante der aktuellen Apple-Varianten. Ich habe auch mal mit dem externen Touchpad experimentiert, kann mich aber nicht damit anfreunden. Und: Auch bei den flachen Tastaturen bzw. Mäusen ohne dedizierte Tasten scheiden sich die Geister. Als 10-Finger-Schreiber find ich Tastaturhub super, das einzig nervige ist, dass die Geräte zwischen 2016 und 2020 diese neuen extrem lauten (und fehleranfälligen) Tastenanschläge haben. Hier bin ich für Tipps dankbar.

Automatisierungs-Keyboard: Zum Automatisieren von Prozessen, Steuern von Kameras und Licht und co habe ich mir ein Elgato Stream Deck Live angeschafft. Künftig werde ich da Kamera- und Monitor-, Zuspieler-Steuerung mit machen. Der Tipp kommt übrigens

USB-Hubs

Das wird nochmal ein ausführlicher Artikel, denn USB-C-Hub ist nicht gleich USB-C-Hub. Final bei mir sind aktuell einer von Hyperdrive und ein Basic-Produkt von Amazon im Einsatz – ich habe mit vielen teuren rumprobiert, aber musste viele zurückschicken, weil es völlig unberechenbare Fehler gab.

Für unterwegs habe ich seit ein paar Jahren statt der apple-eigenen Ladegeräte diese Anker-Teile gefunden: Power-Port 5 – damit brauche ich für meine komplette mobile Lade-Infrastruktur nur noch ein Ladegerät für Laptop, Handy, Tablet, Kopfhörer etc.

Rechner, Tablet & Mobiltelefon

Computer: Macbook Air 2019, 16 GB RAM, 512 GB, langsamster Prozessor. Ich habe mir angewöhnt, meine Notebooks immer mit maximalem Ram und ausreichend großer Festplatte zu kaufen, typischerweise kann man die Geräte so nach 2 Jahren auf jeden Fall leicht wieder verkaufen und zahlt typischerweise nur eine “Abnutzungsdifferenz” von ca. 400 Euro für die Nutzung. Allerdings befürchte ich, dass die hier genannte Variante mit der unsäglichen Tastatur einen größeren Wertverlust haben wird. Vorher habe ich immer Macbook Pros genutzt, für meine Zwecke sind inzwischen die Airs aber ausreichend dimensioniert. Zwei USB-C-Ports reichen für das normale Arbeiten aus, wenn man für den Schreibtisch mit entsprechenden aktiven USB-C-Hubs arbeitet. In einem Watt-Kost-Die-Welt-Szenario stünde hier vermutlich entweder ein aktuelles Macbook Pro mit 4 Ports oder ein Mac Mini als stationärer Rechner.

Tablet: iPad 6, 128 GB, Stift in der 1. Version, Logitech Slim Folio Tastatur. Ich will mich mal wieder zwingen, mehr mit Tablets zu arbeiten – aktuell reicht mir mein XL-Handy für alle Zwecke aus, aber hier muss ich mir nochmal den Workflow von Experten angucken, um dann zu lernen, dass inzwischen Video- und Audioschnitt auf Tablets viel intuitiver funktioniert als am Rechner. Aber noch fühle ich mich zu alt dafür.

Handy Google Pixel 3 XL: Was Handys angeht, bin ich Android-Jünger der ersten Stunde und versuche immer, ein Telefon mit dem puren Android zu bekommen – und ich versuche, alle zwei Jahre das Gerät gegen die aktuelle Version upzugraden.

Audio

Aktiv-Boxen: Auf dem Schreibtisch stehen ein Boxenpaar von Audioengine – die Audioengine 2 – robust, guter Klang, wenig verfälscht. Davor hatte ich mal die klassischen Yamaha HS5 Abhör-Monitore – die ich aber viel zu selten genutzt habe, und die etwas überdimensioniert waren. Dienen für mich für Musik, einem Abhören abseits der Kopfhörermische und für Telefonkonferenzen, wenn wir zu mehrt vor dem Rechner sitzen.

Kopfhörer: Bose 700: Audio-Puristen werden mich hier steinigen. Ich mag das Noise-Cancelling von Bose und habe die Kopfhörer für Reisen gekauft – und nutze sie derzeit für’s schnelle Mischen und Abhören, genauso aber für Telefonieren und Videokonferenzen. Der Kopfhörer kann gleichzeitig per Bluetooth mit zwei Geräten verbunden sein, sodass ich hier nicht umstecken muss. Für die Podcast-Aufzeichnung mit Studio-Link muss ich allerdings auf die Kabel-Verbindung zurückgreifen, sonst gibt es Probleme.

Kopfhörer: Amazon Echo Buds: Sind in Deutschland noch nicht zu kaufen, habe ich mir aus den USA bestellt, als die Akkus von meinen AirPods nur noch ne halbe Stunde gehalten haben. Für unterwegs mag ich an denen das Noise Cancelling, die Alexa-Integration und den Pass-Through-Modus, mit dem man per Tipp die Umgebung gut hören kann.

Mikrofon: Für den guten Ton bei Remote-Podcasts am Rechner nutze ich ein Blue Yeticaster Pro – mit dem Stativ hat es den Vorteil, dass Tippgeräusche nicht so stark in der Aufnahme zu hören sind. (Bitte an einen Poppschutz denken). Das Mikrofon ist per USB am Rechner angeschlossen, kann diverse Charakteristika annehmen und ist bei YouTubern sehr beliebt. Alternativ ist dieses Gerät von Rode auch ein All-Time Favorite: Rode NT-USB Kondensator-Mikrofon, die neue Mini-Version Rode NT-USB Mini soll eigentlich genau so gut sein. Für jeden, der plant, Videovertonung, Podcasts oder Workshop-Moderationen im Remote-Setup zu machen, ist das definitiv das Gerät, dass nachhaltig beim Konsumenten auf Gegenliebe stoßen wird – das macht einen Riesenunterschied.

Video

Für Videokonferenzen ist die integrierte Kamera und das integrierte Mikrofon in Notebooks meist von nur sehr schlechter Qualität. Als schnellen Test empfehle ich: Einfach mal ausprobieren, wie viel besser die Videokonferenz mit einem halbwegs aktuellen Telefon aussieht bzw. sich anhört.

Es gibt Glaubenskriege darüber, was jetzt die perfekte Streaming-Kamera ist, einge der “echten” YouTuber schwören auf eine externe Spiegelreflex-Kamera mit hochwertiger Optik und einer externen Render-Lösung, für mittlere und kleine Budgets sind Webcams (und externe Mikrofone) schon mal ein Riesenschritt nach vorn.

Etwas teurer, aber für Webcams tolle Qualität liefert die Logitech Brio Kamera (4K-Auflösung, Achtung: Bei Amazon sind es gerade Mondpreise, ich habe meine vor Corona-Zeiten für 130 Euro bekommen), für etwas schmaleres Geld gibt es von Logitech die etwas ältere C922 oder C920 (HD 1080p), die haben eine nicht ganz so tolle Auflösung, taugen aber auch etwas.

Licht: Für wenig Geld läßt sich das Bild dieser Webcams mit einem Ringlicht aufwerten – ich habe mal eins für 25 Euro ausprobiert – so etwas… – bringt gegenüber einer Schreibtisch-Lampe bzw. der Monitorbeleuchtung schon mal deutliche Verbesserung. Wichtig beim Kauf: Die Farbtemperaturen sollten einstellbar sein.

In Gamer-Kreisen hat Elgato eine Lösung, die inzwischen bei mir steht: Das Corsair Elgato Key Light Air, mit dem sich die Farbtemperatur kelvingenau einstellen lassen kann, per App oder per Rechner steuerbar ist, und ein schön diffuses Licht macht. Aber aufpassen: Auch wenn auf der Verpackung zwei Geräte abgebildet sind: Es gibt nur eines.

Podcast

Weiter oben im Artikel im Bereich Video habe ich bereits mein USB-Mikro für die Remote-Aufzeichnungen genannt, für die Offline-Menschen-treffen-sich-Variante habe ich folgendes Setup:

Rekorder: Rodecaster Pro – etwas abweichend vom Gold-Standard der Podcaster (das Zoom H6) wollte ich mal einen Test mit dem “mobilen” all-inkl. Wunschlos-Glücklich-Paket machen. Halb so groß wäre das Gerät auch OK, aber: Die Bedienung ist wenig fehleranfällig, es gibt die Möglichkeit, Tonschnipsel per Soundboard einzuspielen, 4 Mikros plus Line-In plus Bluetooth-Geräte anzuschließen – somit hat man sein eigenes kleines Studio in einem Gerät. Kurz nach Erscheinen gab es viel Schelte für die unvollständige Software, mit der Firmware-Version 2 (und späteren) ist das Gerät aber wirklich super. Für den mobilen Einsatz aber doch ein wenig zu groß. Achtung, das Gerät kann Micro-SD-Karten nur mit maximal 64 GB vertragen. Prinzipiell läßt sich der Rodecaster Pro auch an den Rechner anschließen und so diverse Spuren direkt in die Audiobearbeitung aufzeichnen – das habe ich aber noch nicht eingerichtet.

Headset: Wer als Podcaster etwas auf sich hält, besitzt als Hör-Sprech-Kombi das Beyerdynamic DT297 – unverwüstlich, klanglich super, und man will eigentlich nichts anderes. Ich bin noch auf der Suche nach einem günstigen halbwegs gleichwertigen Gerät – aber hier ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Abzock-Alarm: Man benötigt noch ein Kabel zum Anschließen, das nicht mitgeliefert wird und nochmal ca. 50 Euro kostet.

Digitalisierung/Mitschrift/Papierersatz

Einzugscanner: Alles, was bei mir als Papier auf den Schreibtisch kommt, scanne ich ein – dafür nutze ich aktuell einen Fujitsu ScanSnap iX500 – leider wird die Software dazu über die Jahre immer schlechter, weswegen seine Nachfolge vermutlich der Raven Scanner Pro werden wird – den gibt es in Deutschland noch nicht, sollte irgendjemand in der Leserschaft in die USA reisen und Platz im Gepäck, möge er sich gern melden!

Archiv: Alle digitalisierten Dokumente (und Belege in Emails, Beleg-Exemplare u. v. m.) finden seit über zehn Jahren ihren Weg in meinen Evernote-Account – und sind mit Bilderkennung, Volltextsuche und anderen schönen Features jederzeit verfügbar.

Notizen: Mache ich seit ein paar Monaten in einem wiederbeschreibbaren Rocketbook – quasi ein Whiteboard für Notizen. Mit einer App lassen sich aus analogen Mitschriften digitale Dokumente erstellen, die auch per Volltext durchsuchbar sind.

Whiteboard-Mitschriften: Sollte man sich nach der Pandemie mal wieder treffen und gemeinsam Ideen entwickeln können: Der gleiche Hersteller wie für meine Notizen hat auch Aufklebe-Beacons im Angebot, die die Fotos von Whiteboards sehr viel besser archivierbar und verteilbar machen.

Drucker

Brauche ich nur noch höchst selten und ist nicht aktuell recherchert – habe ich vor Jahren mal gekauft: Brother HL-3040 CN – weil ich so wenig drucke, ist es ein Farblaser – den es aber schon gar nicht mehr gibt. Wenn jemand was kleines günstiges kennt – der ist auch bald kaputt, denke ich. Außerdem ist er riesig.

Basics

Schreibtisch: Höhenverstellbarer Schreibtisch – Leuwico 90×180
SchreibtischstuhlHJH Office Villa 10

Smart Home Stuff

Da wir in der Firma viel Software-Entwicklung für Sprachassistenten machen, dürfen die beiden Vertreter hier nicht fehlen. Ich habe von beiden Big Playern Google und Amazon jeweils ein Gerät mit Display zum Probieren auf dem Schreibtisch.

Disclaimer: Hinter den meisten Produktlinks habe ich Affiliate-Programme laufen -d. h.: Wenn ihr etwas kauft, nachdem ihr hier klickt, bekomme ich eine Provision.

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